Juni 2013, Hochwasser, Hitze, Hochwasser. Angeln mit Schwierigkeiten.

Dieser Monat hat uns wieder äußerst wässrig erwischt. Der Planet wütet und wir mitten drin. Privat bin ich zum Glück drei mal mit einem blauen Auge davon gekommen. Anderen erging es nicht so gut. Doch nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser, man muß damit leben. An sich war der Monat zu kühl. Die knapp 14 Tage Hitze haben aber ausgereicht, um endlich unsere Welse und Karpfen zum laichen zu bewegen. Daher hatten wir traditionsgemäß die Bartelträger in den letzten 14 Tagen nicht beangelt.

Nun, da es sich wieder abkühlt, haben wir mal wieder den restlichen Flossenträgern auf den Zahn gefühlt.

Ein kurzer morgendlicher Ansitz in heimischen Gefilden kann da schon ordentlich den Kreislauf ankurbeln, wenn man den gezupften Mistwurm an der Posenmontage einsetzt. Angeboten wird die Sache mit sehr leichtem Gerät.

Am Morgen nach dem Regen rührte sich kein Lüftchen und sämtliche Fische hatten sich zum Grund zurückgezogen. Nur noch fix alles vorbereiten und schon lernten die ersten Würmer das Gewässer von unten kennen.

 

Drei Meter zupfen und die Pose verabschiedet sich hoppelnd von der Wasseroberfläche. Etwas Schnur geben, Anhieb sitzt und ab geht er. Das Schütteln im Handgelenk und der Zug auf die Rute machen den Griff zum Kescher notwendig.

Nach ein paar Minuten erscheint ein wunderbar gezeichneter Zander zum Landgang.

Nächster Wurf, nächster Fisch. Wieder taucht die Pose nach ein paar Zupfern seitlich weg. Auch der Fisch hängt, doch sein Verhalten ist etwas anders.

Kurz darauf wandert eine wunderbar goldgrüne Schleie in den Kescher.

Nach diesem Auftakt ist alles möglich. Würmer sind genug im Behälter, also weiter gehts.

Die nächsten Würfe bringen zwei mittlere Barsche. Langsam kommt so die ganze Fischpalette des Gewässers zusammen. Aber nun gibts erst mal eine Pause mit Limo nuckeln und Kippe im Maulwinkel. Nach zehn Minuten starte ich dann den nächsten Angriff.

 

Wieder pfeift die Pose Richtung Wasser, ein kleiner Platsch und locker aus dem Handgelenk zupfen. Sie hoppelt wieder, taucht ab, aber der Anhieb sitzt nicht  Sch......

Neuer Versuch. Zupfen, wieder das Hoppeln und die Pose verschwindet seitlich. Dieses mal sitzt der Anhieb. Plötzlich explodiert das Wasser, eine Welle schießt zur Seite und die Schnur faucht von der Rolle.

Der Fisch zieht unaufhaltsam ins offene Wasser und an dem sehr leichten Gerät beginnt der Kampf. Nach zehn Minuten tobt die Sache dann unter den Büschen am Ufer, aber ich lasse meinem Gegner genug Freiraum. Endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit, läßt sich ein 50iger Spiegelkarpfen verhaften, der wirklich mehr als mannhaft gekämpft hat.

Der perfekte Abschluß dieses Angeltages.

Dem gezupften Wurm können auch sonst sehr vorsichtige Fische nicht widerstehen. Ein Versuch lohnt sich immer.

Leider ist in diesem Jahr vermehrt zu beobachten, daß es einigen Fischen vordem Besatz nicht sehr gut ging.

                                   Es tauchen immer wieder verletzte Fische auf.

                          Teilweise sind sie leichblass mit Blut unterlaufenen Stellen

                                   oder es fehlt ihnen sogar der halbe Oberkiefer.