Download - Service der Fischereibehörde Sachsen

Anträge zur Verlängerung des Fischereischein

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Lehrgang und Prüfung für den Fischereischein

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   Online Testprüfung

 

Hinweise zum ordnungsgemäßen Angeln

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Angeln für Kinder und Jugendliche

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Die Fischereibehörde informiert 01.06.2012

1. Sächsisches Fischereigesetz novelliert.

Am 3.4. wurde die Änderung des Fischereigesetzes für den Freistaat Sachsen vom Landtag verabschiedet. Die Änderung war notwendig, um gesetzliche Regelungen aus EU- Verordnungen in Landesrecht zu überführen. Darüber hinaus werden im neuen Gesetz Regelungen enthalten sein, die die dauerhafte Passierbarkeit von Fischwegen sichern sollen. Weiterhin sind Änderungen vorgesehen, die es ermöglichen, Kinder und Jugendliche bei betreuten Veranstaltungen der Angelverbände auch ohne Fischereischein angeln zu lassen.

Ein Fischereischein kann künftig auch an bewirtschafteten Anlagen entfallen, wenn durch den Betreiber die tierschutzgerechte Versorgung des Fanges gesichert wird. Mit Inkrafttreten des Gesetzes entfällt darüber hinaus die Fischereiabgabe. Damit können Fischereischeine mit Ausnahme von Jugend- und Gastfischereischeinen künftig unbefristet ausgegeben werden.

Rechtskräftig wird das neue Gesetz erst nach  seiner Veröffentlichung im Sächsischen Gesetz- und Verordnungsblatt. Bis zu diesem Zeitpunkt gilt das Fischereigesetz aus dem Jahr 2007.

2. Fischereischeinverlängerung

Wegen der anstehenden grundsätzlichen Änderung in Bezug auf die Gültigkeit des Sächsischen Fischereischeins wird allen Antragstellern empfohlen, auf die Verlängerung des Fischereischeins zu warten, bis das neue Fischereigesetz Rechtskraft erlangt hat. Wer wegen Ablaufs der Gültigkeit jedoch noch vor Inkrafttreten des Gesetzes unbedingt einen neuen Fischereischein benötigt, sollte einen Fischereischein mit nur einjähriger Laufzeit beantragen.

3. Umbrella-Rig

Von der Angelgeräteindustrie wird neuerdings ein sogenanntes "Umrella-Rig" angeboten. Dabei handelt es sich um einen Kunstköder, mit dem eine Schule kleiner Schwarmfische mittels mehrerer Gummifische simuliert wird. Das Angeln mit diesem Umbrella-Rig ist in Sachsen nicht zugelassen, da es sich bei dieser Montage eindeutig um 3 bzw. 5 Anbissstellen handelt (3 bis 5 Köderfische ). Das Umbrella-Rig ist definitiv kein Spinnsystem i. S. von § 4 Abs. 1 Sächsische Fischereiverordnung. Zulässig sind demnach nur Spinnsysteme mit einer Anbissstelle. An diese Anbissstelle dürfen bis zu 3 Haken im System (maximal 3 Einfach- oder 3 Doppel- oder 3 Drillingshaken oder in Kombination untereinander) befestigt werden. Haken und Köder müssen aber zu einer Anbissstelle verbunden sein. Beim Umbrella-Rig werden die einzelnen Anbissstellen jedoch wie durch die Drähte eines Regenschirms auseinander gehalten. Es ist in diesem Zusammenhang zweitrangig, ob die Anbissstellen durch Schnur oder Drähte auseinander gehalten werden. Grund der Regelung ist im Übrigen nicht die vermutlich recht gute Fängigkeit des Umbrella-Rigs. Der Köder war noch gar nicht auf dem Markt, als die Fischverordnung erlassen wurde. Hintergrund des Verbotes in der Sächsischen Fischereiverordnung ist der bei Mehrfachködern nicht gesicherte tierschutzgerechte Fang von Fischen. Raubfische, die auf das Umbrella-Rig (oder andere Konstruktionen mit mehreren Anbissstellen) beißen, dürften sehr schwer lebend wieder vom Haken zu trennen sein, was das Zurücksetzen untermaßiger Fische problematisch machen dürfte.

 

Aus Fischer & Angler in Sachsen Juni 2012.

-Wichtige Änderungen zum neuen sächsischen Fischereischein mit dem Ausstellungsdatum ab dem 26.05.2012.

Angeln mit dem sächsischen Fischereischein im Bundesland Brandenburg