Fangmethoden

                           Spinnangeln auf Barsche

Am weitesten sind die verschieden Spinnangelvarianten gebräuchlich, um die Stachelritter auf die Kiemen zu legen.

Ich bevorzuge persönlich die verschiedenen Arten des Drop Shot- Angelns. Je nach Wassertiefe und Gewässer, verwende ich das normale Drop Shot Vorfach mit dem um neunzig Grad gedrehten Haken, das Texas-Rig oder das Carolina-Rig. Die Montagen der ami Bass-hunter hielten ja auch hier Einzug und brachten und bringen immer wieder gute Barsche zum Vorschein. Vor Jahren war aber die Ausbeute mit den Rigs bedeutend größer.

Die Auswahl der passenden Gummifisch, Twister, Kunstwürmer etc., ist imens. Der abgebilde Gummifisch auf dem obigen Bild brachte die meisten Barsche ans Band.

Auch diese Montagen lassen sich mit natürlichen Ködern bestücken. An verschiedenen Tagen brachte ein länglicher Fischfetzen am Carolina-Rig mehr, als alle Kunstköder.

Auch kleinere Wobbler, Spinner, Blinker usw., bringen an der normalen Spinnangel den gewünschten Erfolg.

Beim Spinnangeln liegt immer eine große Auswahl verschiedener Farben, Formen und Größen der Köder neben mir, da die Stachelritter schnell auf den Trichter kommen und den Köder nach einer Weile unbeachtet lassen. Ein schneller Köderwechsel läßt oft die Barsche wieder einsteigen. Bringt dann alles nichts mehr, hat sich der Schwarm wieder verabschiedet.

Im Herbst habe ich die Erfahrung gemacht, das grellbunte Gummis plötzlich versagten. Mit gedeckten Farben lief es dann wieder. Wahrscheinlich reagieren die Barsche durch Unmengen auf die Wasseroberfläche fallende bunte Blätter, weniger auf Farbreize. Zudem wird das Wasser durch niedrigere Temperaturen, wieder klarer.

An kleineren Gewässern befischen wir die Barsche vom Ufer. Auseinander spritzende Kleinfische verraten oft die Anwesenheit von Barschen. Ist keine Bewegung im Wasser, suchen wir die Uferregionen am Schilfrand und Krautfelder im Flachwasser ab. Irgendwand findet man so den Kontakt zum Fisch. Ist der erste am Haken, sind seine Artgenossen auch nicht weit.

Die richtigen Brocken sitzen aber in unseren Sächsen und Lausitzer Talsperren und Stauseen.

Um an sie heranzukommen, bedarf es aber eines Bootes und Echolotes. Nur beim Eisangeln spart man das Boot.

Die Drop Shot- und Spinnmontagen funktionieren auf dem

Boot, wie an Land. Boot und Echolot sind aber die Voraussetzung, um einen Barschschwarm ausfindig zu machen. Neben dem gezielten Aufsuchen von Barschbergen oder sonstigen Hindernissen unter Wasser, findet man auch im Freiwasser agierende Kleinfischschwärme. Taucht so ein Schwarm infolge einer Wolke auf dem Echolot auf, dürften die räuberischen Stachelritter in der Nähe sein.

Offensichtlicher wird es, wenn Kleinfische an einer Stelle immer wieder aus dem Wasser spritzen. Die Barsche treiben den Schwarm nach oben, um kurz unter der Oberfläche zu rauben. Oft finden sich an solchen Stellen die Möwen oder  Haubentaucher ein. Neben dem Blick auf den Monitor des Echolotes, empfiehlt es sich, die Blicke immer wieder über das Wasser schweifen zu lassen.