23.11.2011 - Erstes "Winterangeln"

Unser Weg führte uns wieder einmal nach Boxberg, da dort die Teiche mit warmen Kühlwasser des Kraftwerkes gespeist werden und noch kein Eis zu erwarten war.

Bei unserer Anreise um 7 Uhr morgens, war die Umgebung noch in weissen Reif gehüllt und das Thermometer zeigte 3 Grad minus. Durch das warme Wasser in der Anlage, bildete sich eine ordentliche Waschküche über den Teichen.

Wir hatten es wieder einmal auf Forellen abgesehen und die Morgendämmerung wollte ich noch einmal zum Angeln auf die Welse, im wärmsten Teich, nutzen. Der erwieß sich aber als sehr flach und ich ging leer aus.

Mit dem Aufgehen der Sonne begannen wir nun unser Glück bei den Forellen zu versuchen.

Die Sonne leckte den Frost rasch weg und bescherte uns dann einen angenehmen Tag. Mit dem Anbruch des Tages meldete sich die erste Forelle an einer der Posen, aber nach kurzer Zeit verabschiedete sie sich ohne den Köder zu fressen. Lange blieb es nun ruhig. Niemand interessierten unsere Bienenmaden. Da ich die Reste meiner am Vorabend verspeisten Räuchermakrele als Probierköder mitgenommen hatte, fügte ich den Bienenmaden ein Stück Makrelenhaut hinzu und warf erneut aus.

Nach zwanzig Minuten warten und dem Anzünden eines wärmenden Feuerchens, fand die erste Forelle ihren Weg zum Kescher. Danach blieb es wieder ruhig.

So wechselte ich an den flachen Einlauf des Teiches und versuchte es mit der Köderkombination erneut.

Innerhalb kürzester Zeit konnte ich mit zweimaligem Auswerfen zwei Forellen landen. Auch nach dem Dritten Wurf musste ich nur 5 Minuten warten, als sich die Pose abermals unter Wasser verabschiedete. Dieses mal wehrte sich mein Gegner aber heftiger. Nach einigem hin und her kescherte ich eine 58 cm lange Regenbogenforelle.

Es war unsere bisher größte Forelle überhaubt und der Tag war gerettet. Aber es kam noch dicker.... Nach einem Wechsel zurück an den Auslauf, verschwand die Pose erneut unter Wasser und der darauf folgende Drill ließ einen ähnlichen Kämpfer vermuten.

 

Das Maß zeigte bei diesem weiteren Rogner knapp 62 cm an und damit eine neue persönliche Bestmarke.

Der restliche Tag verlief nun ruhig. Am Einlauf konnte ich noch einen weiteren kleinen Milchner verhaften.

Ebenfalls ein festes Mitglied unserer Crew ist der nimmersatte Angelhund "Gina", der jeden Fisch am liebsten selber fressen würde und schon jede Menge unserer Köder verschwinden ließ.

Mit der untergehenden Sonne kam die Kälte zurück und die Fische hatten keinen Hunger mehr.

Ob unsere Fänge der Makrelenhaut zugeschrieben werden können, bleibt nicht geklärt. Aber ich vermute es.

Der Tag hatte sich doch wieder gelohnt und wir waren zufrieden.