Winterangeln auf Forellen

Am 28.12.2011 sind wir noch einmal zum nachweihnachtlichen Angeln in Boxberg eingeschwebt. Aufgrund von Temperaturen über dem Gefrierpunkt, waren keinere größeren Komplikationen zu erwarten. Nur für unseren Vierbeiner schien es mir zu kalt und so durfte er im warmen Haus bleiben. Da an diesem Tag wahre Massen an Anglern Ihr Glück versuchten, war das im Nachhinein auch besser so.

Schon am zeitigen Morgen standen um die sechs Teiche etwa 52 Fahrzeuge mit durchschnittlich zwei Anglern an Bord. Da kann sich jeder ausmalen, was da abgeht.

Wir hatten wieder allerlei Zaubermittel in Richtung Köder an der Hand und waren frohen Mutes. Leider wurden alle Leckerbissen von den Fischen ignoriert, selbst Bienenmaden. An der Spirulinomontage mit kleinem Gummifisch, war auch nur ein Fehlbiss zu verzeichnen. Ein einziges Mal verabschiedete sich die Pose unter Wasser, um eine Sekunde später mit stoischer Ruhe wieder auchzutauchen und tat als wäre nichts gewesen. Da aber hin und wieder andere Kollegen eine Forelle verbuchen konnten, musste es doch gehen.

Bis zum Mittag gelang es nicht, eine Forelle zu landen. Glücklicherweise verließen am Teich hinter uns Angler ihren Platz und wir konnten mal die Stelle wechseln. Fische waren aber weder am Ufer, noch in Sichtweite unter der Wasseroberfläche auszumachen. So wurde die Pose auf 1,5m eingestellt und in der Gewässermitte mit den Bienenmaden platziert. Nach geraumer Zeit kam Bewegung in die Sache, aber der Anhieb ging ins Leere. Beim zweiten Versuch klappte es dann mit dem ersten Fisch des Tages.

Offensichtlich findet auch ab den mittleren Teichen der mit Kraftwerkskühlwasser betriebenen Anlage eine Winterschichtung des Wassers statt. Ich ging in der Annahme, dass sich die Forellen kurz über dem Grund, in der ruhigen Gewässermitte aufhielten.

So wechselte ich auf die Grundrute mit einem Blei von 10 Gramm und dem althergebrachten Silikonring als Bissanzeiger.

Das 50cm lange Vorfach bestand aus Fluor Carbon kombiniert mit einem Hacken Größe 10. Bei  25cm kam eine Bleiperle an die Schnur, um den Köder kurz über dem Grund anzubieten. Als Köder kam eine Murmel aus giftgrünem Forellenteig mit Glitzer an den Hacken. Persönlich verwende ich lieber natürliche Köder aber die waren alle durchprobiert.

Nachdem der Köder in der Gewässermitte platziert war, dauerte es nur Minuten, bis sich die erste Forelle zögerlich über ihn hermachte. Ihr Abziehen wurde mit einem Anhieb quittiert und der Fisch konnte zum Kescher geführt werden.

Nun hatten wir den Bogen raus. Immer wieder piepste der Bissanzeiger und der Ring wanderte Richtung Rute.

Dieser Forellenteig lief jeder Bienenmade und jedem anderen Köder den Rang ab. Alle anderen Farben wurden ebenfalls völlig ignoriert.

Die Würfe mussten nur immer in der Gewässermitte platziert sein, um einen Biss verzeichnen zu können.

Eine Welsrute war sicherheitshalber am Baum auf der linken Seite des Bildes ausgebracht, aber ohne Erfolg. Übrigens, die Pose im Baum stammt von der Konkurrenz.

Mit dem Untergehen der Sonne am Nachmittag war man über die Bewegungen an der Forellenmontage doch höchst zufrieden.

Es gab wie immer vier oder fünf Aussteiger, aber mit acht gelandeten Forellen war der Tag aus unserer Sicht ein voller Erfolg und das ständige Ausprobieren und Anpassen hat sich auch hier wieder gelohnt.